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Studieren: Eine Frage der Einstellung?

Auf dieser Seite wollen wir einen Ausblick auf das Lernen an der Universität geben und welches Mindset Dir hilft, die aufkommenden Schwierigkeiten zu überwinden. Im E-Room findest Du ebenfalls ein paar Tipps für den Start ins Studium.

Herausforderungen an der Universität

„Der Erfolg ist nicht danach zu beurteilen, was ein Mensch im Leben erreicht, sondern nach den Hindernissen, die er auf dem Weg zum Erfolg überwunden hat.“ ~ B. T. Washington

Herausforderungen in der Uni sind alles andere als gerecht, denn jeder studiert mit anderen Voraussetzungen. Am Ende steht aber ein vergleichbarer Abschluss - also muss auch jeder die gleiche Prüfung absolvieren! Deshalb lautet die wichtigste Abwägung, die Du treffen musst: "Ist mein Ziel den Aufwand wert?"  Du musst abwägen zwischen Deinem Ziel und dem individuellen Einsatz. Manche mögen mit wenig Aufwand durch viele Prüfungen kommen, andere müssen sehr viel lernen, um zu bestehen. So ist das. Immerhin findest Du eine Reihe von Unterstützungsangeboten, die Du in Anspruch nehmen kannst.

Das Ziel erreichen...

Was ist denn das Ziel?

  1. Zunächst sollst Du Spaß am Studium haben. Denn nur wenn es Spaß macht, überwindest Du die Herausforderungen und lernst.
  2. (Lebens-)Erfahrungen sammeln ist definitiv eine wichtige Sache. Im Studium beginnst Du einen neuen Lebensabschnitt und kannst mit der eigenen Wohnung, Partys unter der Woche und vielleicht dem ersten richtigen Werksstudentenjob neue Freiheit genießen. Aber damit einher geht auch die Verantwortung, einige Stunden des Tages aus eigenem Antrieb zum Lernen zu nutzen. Denn Du musst ja...
  3. ...Prüfungen bestehen. Ohne das geht es wohl nicht. Zweimal im Jahr ist am Ende des jeweiligen Semesters die Klausurphase. Das bedeutet zwar keine Veranstaltungen mehr, aber vor allem eines: Lernen, lernen, lernen! Und dann solltest Du auch noch herausfinden, wie Du Dich am effektivsten auf die jeweiligen Klausur vorbereitest, denn nicht nur viel Zeit, sondern eben viel konzentrierte Arbeit und Übung ist gefragt, um sich durch den Formeldschungel in einer für die Klausur ausreichenden Geschwindigkeit zu kämpfen. Wie das geht, findest Du im Semester ganz gut heraus.
  4. Das große Ziel am Ende sollte sein, Ingenieur oder Ingenieurin zu werden. Die harte Arbeit während des Studiums wird am Ende mit einem anständigen Gehalt und einer interessanten und fordernden Tätigkeit entlohnt. Wenn das vielleicht am Anfang ersteinmal weit weg klingt, ist das auch nicht schlimm. Die Erfahrungen und Freunde können zu Beginn Grund genug sein, sich für das Thema zu motivieren.

Auf diesen Seiten und in der Orientierungswoche wollen wir Dir Strategien mitgeben, um diese vier Ziele zu erreichen! Denn wenn Du auf Kurs bist und das Studium eine Fordernde Tätigkeit ohne Überforderung ist, wird es Spaß machen: Dopamin belohnt Dich Dein Gehirn fürs Lernen. Denk immer daran "Fleiß schlägt Talent, wenn Talent nicht übt ;)"

Wenn Du merkst, dass Dein Ziel vielleicht etwas zu hoch gesteckt ist, dann beraten wir Dich gerne! Entweder kontaktierst Du uns direkt oder Du schaust hier in unserer Zusammenstellung nach allen möglichen Beratungen rund um die Uni. Auch gibt es eine jährliche Infoveranstaltung für Studienzweifler.

Freunde und Netzwerk

Komplett alleine zu studieren, ist sehr hart, deswegen finden sich in der Regel zu Beginn des Semesters Lerngruppen zusammen, mit denen Du das Studium bestreitest. Besonders gut kannst Du Deine Kommilitoninnen und Kommilitonen bei unsrerer Orientierungswoche kennenlernen. Zusammen zu lernen (bzw. Ergebnisse zu besprechen, wenn Du lieber alleine rechnest) und sich gegenseitig zu motivieren, sind die wichtigsten Aufgaben der Lerngruppe. Also suche Dir bestenfalls Leute, die Dich motivieren können, wenn Du es mal selbst nicht kannst. Ihr solltet ebenso ein ähnliches Niveau haben, sodass Ihr vor ähnlichen Herausforderungen steht, die Ihr gemeinsam besprecht. Ganz essentiell ist eben, alle Aufgaben eigenständig zu lösen, weil Du Dich so am besten auf die Klausur vorbereitest.

Darüber hinaus solltest Du Dir mit der Zeit ein Netzwerk aufbauen, sodass Du über Praktikumsanmeldungen, Informationen zur Klausur etc. immer auf dem Laufenden bleibst. Durch die vielen Lehrstühle und Einrichtungen ist es schwierig, alle Informationen zentral zu bündeln und aktuell zu halten.  Auch wenn Du mit Deiner Lerngruppe das Problem nicht lösen kannst, ist es vielleicht möglich, eine andere Lerngruppe fragen, wie die es gelöst haben. Ebenso kann zum Erfahrungsaustausch - "Wie war die Prüfungs so für Dich?",  "Wann hast Du Dich um die Bachelorarbeit gekümmert?" - ein Kontakt zu Studis aus höheren Semestern sehr hilfreich sein. Dazu kannst Du in der Orientierungswoche Mentoren kennenlernen, die Dich über den Campus führen.

Die richtige Einstellung

Die richtige Einstellung gibt es im Studium eigentlich nicht. Hier sein ein paar Ideen, welches Mindset Dir am Anfang hilft:

  • Im Studium wirst Du zum Ingenieur oder zur Ingenieurin ausgebildet: Das hat weniger mit der Tätigkeit als Elektriker:in zu tun. Auch das große Basteln ist dann eher in der Freizeit der Fall, falls Du Dich dafür interessierst.
  • Bedienungsanleitungen, Kochreztepte? Fehlanzeige. Du wirst Ingenieur:in und damit sollst Du eines Tages dabei helfen, Lösungen für die großen Probleme unserer Zeit zu finden. Entsprechend mag es am Anfang etwas abstrakt sein, aber ohne Grundlagen funktioniert es nicht - die interessanten Anwendungsfächer sind vor allem im Master untergebracht.
  • Studium = Party? Naja. Du findest sicherlich einige Zeit zum Feiern und, wenn Du geschickt lernst und die Klausuren verteilst, hast Du eine ganze Zeit frei. Das kannst Du genießen. Also feiern ja, aber eben in der Freizeit, die im Ingenieursstudium eben seltener sein kann als in anderen Studiengängen: Aber so sind dann die Chancen hinterher vielleicht höher.
  • Im Studium gibt es für alle Veranstaltungen Credit-Points. Dabei entspricht ein CP etwa 25 bis 30 Stunden Arbeit. So wird aus dem Studium rechnerisch eine 40-Stunden-Woche, die Du innerhalb eines Semesters ziemlich frei einteilen kannst mit Ausnahme der wenigen Pflichtveranstaltungen. Im nächsten Kapitel gibt es noch ein paar mehr Infos dazu.
  • Das Studium beschäftigt sich mit der Anwendung von Mathematik, also wird es davon auch jede Menge geben.
  • Selbstständigkeit ist das A und O im Studium: Den Professoren ist es egal, ob Du persönlich Deine Klausur bestehst. Entsprechend musst Du Dich selbst motivieren!
  • Fragen zu stellen, ist sehr wichtig! Da gibt es in Vorlesung, Übung und Tutorium auch viele Gelegenheiten zu. Nutze sie! Am besten schreibst Du Fragen und Antworten auch gesondert auf. Wenn Du in der Lage bist, eine Frage zu stellen, hast schon einiges verstanden und das ist super!

Wenn man mal raus muss

Ausgleich und Freizeit im Studium sind sehr wichtig. Die oft angesprochene gesunde Work-Life-Balance solltest Du Dir mit der Zeit zulegen. Sport machen, Musik, Freunde treffen, Zocken - was auch immer Du brauchst, um abzuschalten. Neben der freien Zeiteinteilung gibt es mit der Uni tolle Möglichkeiten, diese Freizeit zu verbringen:

  • Mit Nextbike kannst Du für eine Stunde kostenlos zwei Fahrräder ausleihen und so Dortmund und Umgebung besser kennenlernen. Dazu musst Du Dich registrieren und Deine Studienbescheinigung einreichen.
  • Der Hochschulsport hat eine sehr große Anzahl an Kursen im Angebot, wo Du weitere Studis kennenlernen kannst, aber auch vielen unterschiedlichen Sportrichtungen nachgehen kannst. Darunter sind auch sehr ausgefallene Sportarten und Kurse, wo es sich lohnt, die auszuprobieren. Für die Sportkarte musst Du einen geringen Geldbetrag bezahlen, manchmal kommen noch Gebühren für Kurse hinzu. Wenn Du eine Sportart erst einmal ausprobieren möchtest, kannst Du für weniger Geld das Schnuperticket am Semesteranfang buchen. Näheres findest Du auf der Seite des Hochschulsports.
  • Mal ganz raus? Dann mach doch ein Auslandssemester, wofür es tolle Projekte gibt. Einerseits vermittelt Dir die Fakultät gute Partnerunis und darüber hinaus gibt es weitere spannende Möglichkeiten mit der Universität ins Ausland zu kommen. Da informierst Du Dich am besten direkt beim Referat Internationales. Für die Partnerunis ist der Ansprechpartner Internationales zuständig. Am besten besuchst Du zu Beginn die Informationsveranstaltung Ausland, die die Fakultät zusammen mit dem Referat Internationales organisiert.

Praxis im Studium?

Oben wurde schon angedeutet, dass im Studium wenig Arbeit im Labor oder an aktuellen Projekten stattfindet. Falls Du dennoch einen Bedarf an Praxis hast, kommen hier ein paar Tipps:

  • Ab dem ersten Semester: Unterstützen des Rennteams Get Racing, die interdisziplinär mit Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaft und neuerdings Informatik jährlich eigene Rennautos konstruieren. Es lohnt sich für Hands-On-Praxiserfahrungen und ein Gefühl für interdisplinäre Arbeit, dem Team einen Besuch abzustatten.
  • Ab dem zweiten Semester: Ausprobieren der eigenen Fähigkeiten an den verschiedenen Lehrstühlen. Als studentische Hilfskraft (Hiwi) kannst Du direkt an aktuellen Projekten arbeiten und wirst entsprechend bezahlt. Da wir ein kleiner Studiengang mit viel Forschung sind, braucht es viele engagierte Hiwis wie Dich!
  • Ab dem dritten Semester: Als Tutor:in kannst Du Erstsemestern Elektrotechnik, Programmieren und Mathematik beibringen, wenn Du in den Klausuren entsprechend gut warst. Auch das wird bezahlt.
  • Viele Unternehmen suchen immer wieder Werksstudierende, sodass Du unmittelbar Industrieerfahrungen machen kannst, wobei die insbesondere an längerfristiger Tätigkeit interessiert sind. Viele Stellenanzeigen flattern über unseren Mailverteiler herein.

Verfasst von Leon Marcel Gerigk März 2022

Semesterablauf und Prokrastination

Wann lernt man am besten was? Ein paar Tipps für das übliche Wintersemester und wie man den Erzfeind des Studenten - Prokrastination - in Griff bekommt, erfährst Du auf den nächsten beiden Seiten

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.