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Das Wintersemester

Wie läuft das erste Semester ab? Wenn Du Dich das fragst, dann bist Du auf dieser Seite genau richtig!

Ein typisches Wintersemester im Bachelor

Ganz am Anfang

Zu Beginn solltest Du Dich ersteinmal selbst organisieren: Wohnung, Accounts und Mathe-Vorkurs. In der Orientierungswoche bekommst dann die volle Ladung Infos und kannst Deine Kommilitonen kennenlernen.

Die ersten Wochen

In der allerersten Wochen solltest Du wirklich zu jeder Veranstaltung anwesend sein, denn dort werden Übungsgruppen verteilt und die Module erklärt. Welche Übung findet wann statt, muss etwas abgegeben werden? Wo gibt es Anwesenheitspflicht? Diese und ähnliche Fragen werden dort beantwortet. Dabei kalkulierst Du am besten im Hinterkopf, dass manchmal Anmeldungen nachmittags oder abends geöffnet werden, die nach dem Windhundverfahren vergeben werden: Wer zuerst kommt, malt zuerst. So sollte der PC nicht zu weit weg sein. Du musst Dir aber keine Sorgen machen, keinen Platz zu bekommen. Die günstigsten Termine (z.B. in Freistunden zwischen Vorlesungen) können nur schnell ausgebucht sein.

Übungsgruppen finden i.d.R. noch nicht statt. Manchmal gibt es Einführungsaufgaben, die Dir helfen, Dich im Stoff zurechtzufinden. Für Vorlesungsinhalte gibt es jedoch keine Schonfrist: Es geht recht schnell los. Also Zettel und Stift bereithalten (bzw. Tablet und Stift) und los geht's! Nach den ersten beiden Wochen merkst Du dann, wie schnell die Vorlesung wirklich ist. Vielleicht dauert es etwas, aber man gewöhnt sich an das Tempo.

Du wirst merken, dass spätestens mit dem Aufkommen der ersten Übungen auch schon die hässliche Fratze der Prokrastination in Dein Leben einzieht. So groß die Versuchung auch ist, zu sagen, die Übungsaufgaben mach ich später, so stark musst Du sein und ihr widerstehen! Also direkt anfangen und nichts verpassen. Aufholen wird schnell schwierig, wenn nicht unmöglich! Mehr zum Thema Prokrastination gibt es auf der nächsten Seite.

Die ersten Pflichtübungen

In fast allen Modulen gibt es Testate, die Du gut vorbereiten solltest. In der Vorbereitung merkst Du erst, wie viel Du in den letzten Wochen gelernt hast. Nimm Dir also nicht zu viel vor in der Woche mit Testat. Diese Testate sind dann Vorraussetzung, die Klausur auch schreiben zu dürfen: Die Klausurzulassung! Wobei es neben Testaten oft noch Abgaben, Praktikumsaufgaben oder eben die Anwesenheit in Seminaren gibt. Auch das Vorrechnen von Aufgaben ist eine mögliche Klausurzulassung. In der Einführungsveranstaltung wird das alles genau erklärt, weshalb Du, wie zuvor geschrieben, diese nicht verpassen solltest.

Zur Vorbereitung hilft eine gute Zusammenfassung von Vorlesung und Übung. Tipps bekommst Du bei geschicktem Fragen bei den Übungsleitern oder auch bei Deinen Kontakten aus höheren Semestern.

Hast Du die ersten Pflichtübungen bestanden, dann nimmt der Druck etwas ab - Klausurzulassung hast Du ja schon. Oder wie es ein Dozent sagte: "Jetzt habt ihr die Möglichkeit, durchzufallen." Deswegen solltest Du in jedem Fall auch die anderen Testate gewissenhaft schreiben, dann weißt Du, dass Du mit dem Stoff auf der Höhe bist und Du wirst es direkt vor der Klausur etwas leichter haben.

Die Zeit für Zusammenfassungen

"Lernen ist wie ein Baum. Damit er groß wird, braucht er Zeit zum Wachsen."

Je eher Du anfängst, Dich auf die Klausur vorzubereiten, desto besser wirst Du am Ende abschneiden (im statistischen Mittel zumindest). Entsprechend nutze die freie Zeit um Weihnachten - in der Regel zwei Wochen, um die Vorlesungen zusammenzufassen. Das sind dann immerhin 2/3 des Inhalts. Es ist super wichtig, die Zusammenfassungen selbst zu erstellen, denn die darfst Du in GET und HöMa ja mit in die Klausur nehmen. Achte da genau auf die Vorgaben, sonst wird Deine Formelsammlung in der Klausur eingesammelt und Du kannst sie nicht benutzen. Ob Du vorher noch eine grobe Übersicht erstellst oder direkt mit einem dünnen Stift das ganze ordentlich aufschreibst, bleibt Dir überlassen. Aber dünne Kugelschreiber sollten an Deinem Schreibtisch nicht fehlen. Vielleicht helfen Dir auch Textmarker. Inspirationen wie andere Studis das gemacht haben, findest Du im E-Room. Arbeite aber lieber mit den Materialien vom Lehrstuhl, wenn Du die eigene Formelsammlung erstellst.

Die große Lernphase

Im Januar sollte dann spätestens das Lernen beginnen. Schreib Dir zuerst einen Lernplan mit Kalender!

  • Wann willst Du welche Vorlesung zusammenfassen?
  • Wann welche Übung nochmal rechnen - am besten mit Deiner Klausur-Formelsammlung?
  • Gibt es Altklausuren / Zusatzmaterial?
  • Wann kannst Du vielleicht mit Deinen Kollegen zusammen Fragen besprechen oder die besonders schwierigen Aufgaben anpacken?
  • Kalkuliere ein, dass noch immer neuer und für die Prüfung relevanter Inhalt hinzukommt.
  • Denk auch an Sport und Abwechselung.

Auch wenn das zunächst nach der vielen Zeit vor dem Schreibtisch klingt, die es bedeutet, bist Du ja nicht alleine! Ihr schlagt Euch als Lerngruppe gemeinsam durch die Zeit. So können Klausuren auch ihren Reiz haben und vor allem wenn auf einmal durch den Druck und die konzentrierte Arbeit neue Horizonte eröffnet werden können, dann kann es in sich sehr motivierend sein.

Ersttermin oder Zweittermin

An unserer Fakultät hast Du das Glück, für fast alle Klausuren einen ersten und einen zweiten Termin zu bekommen, sodass Du Dir aussuchen kannst, wann Du die Klausur schreibst. Die Überlegung, welcher Termin der richtige ist, kann manchmal nicht so einfach sein. Hier ein paar Infos dazu:

Welche Vorteile hat es, den ersten Prüfungstermin zu wählen?

  • Wenn Du den ersten Termin knapp nicht bestehst, kannst Du den zweiten Termin nutzen. Danach musst Du für die nächste Prüfung wieder ein Jahr warten und Du musst in einigen Modulen auch die Klausurzualssung neu erbringen.
  • Wenn Du am ersten Termin krank bist (ans Attest denken!), kannst Du den zweiten Termin nutzen. Danach musst Du für die nächste Prüfung wieder ein Jahr warten und Du musst in einigen Modulen auch die Klausurzualssung neu erbringen.
  • Wenn Du den ersten Termin bestehst, hast Du einige Zeit komplett frei und kannst super entspannt in den Urlaub fahren und jede Menge Partys machen!
  • Manche Dozierende nehmen im ersten Termin ein reduziertes Themenspektrum auf: Das bedeutet, dass Du etwas weniger Inhalt lernen musst. Im Regelfall ist aber direkt alles relevant.

Welche Vorteile hat es, direkt den zweiten Prüfungstermin zu wählen?

  • Du hast mehr Zeit für die Vorbereitung für schwierige Fächer.
  • Du kannst die Klausuren über die ganze vorlesungsfreie Zeit verteilen und so ideale Termine finden.

Drei Versuche

Wichtig ist, dass es insgesamt nur drei Versuche pro Klausur gibt!
Also verschwende keinen Versuch bei halbgarer Vorbereitung!!!

Sind die Versuche aufgebraucht, kann es passieren, dass Du an keiner deutschen staatlichen Uni dieses oder vergleichbare Fächer studieren kannst, in denen das entsprechende Modul inhaltlich vorkommt. Sollte es so weit gekommen sein, dann kannst Du auf uns, die Studienfachberatung der Fakultät, die Studienberatung der Universität oder auch den AStA zukommen. Mehr Informationen findest Du auf unserer Beratungsseite. Erste Regel: Kopf hoch, das Leben geht weiter! "Life is what happens while you're making other plans."

Die Klausur

Vorab

  • Klausuranmeldung nicht vergessen! I.d.R. bis zwei Wochen vorher. Speicher das Dokument mit der Anmeldebestätigung irgendwo, falls es mal zu einem Fehler in den Anmeldelisten kommt.
  • Abmelden ohne Konsequenzen i.d.R. bis eine Woche vorher möglich.
  • Spätere Absagen nur mit ärtzlichem Attest.

Eine Checkliste für das, was ihr eigentlich immer braucht:

  • Personalausweis! (Ohne geht es nicht)
  • Kugelschreiber (dokumentenecht, kein Tipp-Ex, kein Füller, Bleistift nur zum Vorzeichnen)
  • Textmarker
  • Zeichenwerkzeug (Geodreieck)
  • Formelsammlung (wenn erlaubt)
  • Komplexer nichtprogrammierbarer Taschenrechner (wenn erlaubt)
  • Trinken
  • Essen (Bei 3h Klausuren umso wichtiger, vielleicht hilft Euch Traubenzucker)
  • Musst Du Medikamente mitnehmen, dann die natürlich auch.
  • Ggf. analoge Uhr.

Die Atmosphäre

  • Streng! Absolute Konzentration.
  • Halte Dich an die Anweisung der Aufsicht. Fängst Du zu früh an oder legst den Stift zu spät aus der Hand, ist das ein Versuch zur Täuschung*).
  • Ein klingelndes Handy kann als Täuschungsversuch*) gewertet werden. Auch das Zurückhalten von Handy und Smartwatch kann ebenfalls als Täuschungsversuch eingestuft werden, sodass Du alle elektronischen Geräte vor der Klausur wegpacken und ausschalten solltest.
  • Oft müssen Tasche und Jacke außer Reichweite abgestellt werden. Ein Zugriff während der Prüfung ist nicht gestattet.
  • Ihr sitzt weit auseinander. Die Hörsääle sind groß.
  • Alle Materialien am Arbeitsplatz (Formelsammlung, Etui etc.) werden kontrolliert.
  • Eine Identätskontrolle findet statt und wird mit der formalen Anwesenheitsliste abgeglichen.

*) Täuschungsversuch: Wird offiziell vom Prüfenden geahndet. Dokumentiert wird dieser von mind. zwei Personen der Hörsaalaufsicht. Du hast Recht, dem förmlich zu widersprechen. Dann landet das im Prüfungsausschuss. Du kannst dabei bei dem Fachschaftsrat Dich über Deine Möglichkeiten beraten lassen. Bei einem Täuschungsversuch können einzelne Aufgaben oder die Prüfung an sich mit NB (nicht bestanden) bewertet werden, in schweren Fällen sind weitere Maßnahmen möglich.

Nach der Klausur

Nimm Deine Freunde und trinkt zusammen ein Bier. (Es darf natürlich auch etwas anderes leckeres sein!) Tauscht Euch dann nicht nur über die Klausur aus, es gibt noch so viel anderes im Leben.

Verfasst von Leon Marcel Gerigk März 2022

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.