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FAQ Bachelorarbeit

Hallo, im Folgenden wollen wir Deine Fragen rund ums Thema Bachelorarbeit angehen.

Vorgesehen ist die Bachelorarbeit im sechsten Semester, in dem zusätzlich das Industriepraktikum stattfindet. Es ist möglich beide, jeweils drei-monatigen Blöcke in den 6 Monaten unterzubringen, was allerdings gute Vorbereitung und etwas Glück erfordert, dass alles auch nach Plan klappt.

Da das Praktikum weniger flexibel ist als die Bachelorarbeit, empfehlen wir, zuerst das Praktikum zu organisieren. Die Bachelorarbeit kann kurzfristiger organisiert werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, an Bachelorarbeiten an der Uni zu gelangen. Einerseits werden auf den Seiten der Lehrstühle Arbeiten ausgeschrieben und andrerseits kannst Du auch individuell Betreuer nach Bachelorarbeitsthemen fragen, bei denen Du gerne schreiben würdest. Manchmal schreiben Betreuer Dich auch an mit Arbeiten im Angebot. Höre Dir an, was die so anzubieten haben und überlege Dir gut, ob das inhaltlich und menschlich passt. Wenn Du Dich ungefähr zwei Monate vorher auf die Suche begibst, hast Du genug Zeit, einen Überblick über die verfügbaren Themen zu bekommen.

Manchmal kann das Unternehmen, an dem Du Dein Industriepraktikum machst auch Bachelorarbeiten anbieten. Zu der Frage "Lehrstuhl oder Unternehmen" haben wir ein eigenes Feld vorbereitet.

Auch relevant ist, wie Du Deine Arbeit ausgestalten möchtest mit Theorie, Praxis und Simulation. Rein- und Mischformen sind denkbar, wobei natürlich jede Arbeit eine theoretische Einleitung hat.

An manchen Lehrstühlen wird ein Exposé oder eine ausgearbeitete Gliederung erwartet, bevor Du in die Arbeit einsteigen kannst, also die dreimonatige Frist startet. Das hat den Vorteil, dass so häufig qualitativ hochwertige Arbeiten entstehen, aber den Nachteil, dass es oft zwei bis vier Wochen Zeit erfordert. Wenn Du Dich frühzeitig um alles kümmerst, kannst Du direkt fragen, wie der Lehrstuhl in der Regel vorgeht und das entsprechend planen.

Einige Bachelorarbeiten werden hinterher noch um zwei Wochen verlängert, was ärgerlich werden kann, wenn das Praktikum nicht hier in der Region geplant ist. Wenn Du die ersten zwei Wochen vom Master verpasst, ist das nicht so tragisch. Allerdings solltest Du die Einführungsvorlesungen der jeweiligen Module nicht verpassen, um Dich bei allen Kursen anzumelden. Deshalb kann es sinnvoll sein, erst das Praktikum zu machen und dann die Bachelorarbeit zu schreiben.

Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da nicht jeder unabhängig berät. Schließlich haben die Mitarbeiter:innen an der Uni das Interesse, dass Du dort auch die Bachelorarbeit schreibst. Die Entscheidung triffst Du am Ende. Wir können aber ein paar Punkte auflisten, die in Deine Entscheidung miteinfließen können.

  • Schreibst Du am Unternehmen, musst Du einen Professor oder eine Professorin finden, die die Arbeit für Dich prüft.
  • Am Unternehmen hast Du zwei Chefs, die manchmal unterschiedliche Vorstellungen haben: Das, was der Prof als notwendig erachtet, kann das Unternehmen für Zeitverschwendung halten.
  • Wenn Du vorher das Praktikum gemacht hast, bist Du vielleicht schon eingearbeitet. Du magst die Umgebung, kannst länger im Unternehmen bleiben und mehr von Deinem Lernfortschritt profitieren.
  • Am Unternehmen ist eine Bezahlung möglich, an der Uni wird sie ausgeschlossen.
  • Strebst Du eine wissenschaftliche Karriere an, also ersteinmal in Form einer Promotion, dann ist eine Arbeit an der Uni ein guter Weg, um herauszufinden, ob Du das wirklich möchtest.

Warum gibt es beide Systeme? Weil beide ihre Berechtigung haben. Die Entscheidung, mit welchem Programm Du schreibst, ist eindeutig und sollte am Anfang getroffen werden. Manchmal erübrigt sich das auch, da der Lehrstuhl vorgaben hat.

  • LaTeX ist kostenlos und auf mathematische Texte optimiert. Word bekommst Du vom ITMC für 5€ pro Jahr. (Siehe nützliche Software)
  • LaTeX erfordert etwas mehr Einarbeitung. Die Uni-Bib hat dazu Kurse im Angebot. (Kursangebot Bibliothek)
  • Bei LaTeX siehst Du den Fortschritt in Schüben - immer wenn Du übersetzt, bei Word siehst Du es sofort.
  • Bei LaTeX musst Du Dich zwischen verschiedenen Editoren entscheiden (z.B. Overleaf, TeXstudio, Texmaker).
  • Bei LaTeX musst Du Dir keine Gedanken über Formatierung, Numerierung und Zeilenabstände machen. Du kannst Inhalte schnell umsortieren (schließlich kopierst Du Code) und große Kapitel in einzelne Dateien auslagern.
  • Bei Word kann die Formatierung leicht verloren gehen oder überschrieben werden. Gerade Nummerierungen von Grafiken und Tabellen mit entsprechenden Bildunterschriften bereiten manchmal Probleme.
  • Für LaTeX musst Du Befehle und Fehlermeldungen googlen, bei Word entsprechende Einstellungen.
  • Bilder sind bei beiden Programmen ein Problem: Bei LaTeX gibt es verschiedene Pakete zum Textfluss von Bildern, die sich gegenseitig widersprechen können. Am besten funktioniert es, wenn Du keinen Umfluss erlaubst und mit dem insert here [h] Befehl die Position der Bilder eindeutig festlegst. Bei Word sind Umfluss und Verankerung sehr einfach einzustellen, jedoch kann sich der Inhalt im Laufe der Arbeit schnell verschieben.
  • Große Worddokumente werden langsam und fehleranfällig. Bei LaTeX kompiliert es eventuell länger - Du kannst aber auch erst Teilkapitel mit kleinen Tricks kompilieren lassen und später das gesamte Dokument.
  • Worst Case geht das Word-Dokument kaputt und Du musst auf eine ältere Version zugreifen. In LaTeX musst Du nur den Fehler suchen und kannst dann den Code weiterverwenden. So oder so solltest Du Backups anfertigen!
  • Du siehst am Ende am Design, mit welchem Programm Deine Arbeit erstellt wurde - was Dir besser gefällt, musst Du selbst entscheiden.
  • Wenn Du Grafiken z.B. mit Matlab oder Visio erstellst, speicher diese als SVG, da so die Auflösung an die der Arbeit angepasst wird.

Eine Arbeit kann aus Praxis, Theorie und Simulation bestehen. Dazu geben wir hier ein paar Ideen, in welche Richtungen die Arbeiten gehen können.

Im Minimum ist eine theoretische Einführung erforderlich. Für eine vollständig theoretische Arbeit solltest Du Spaß am Entwickeln eigener Konzepte auf der Grundlage der aktuellen Literatur haben.

Simulationen können Theorien bestätigen oder Messergebnisse unterfüttern, aber auch Schwachstellen offenlegen. Auch kann die Implementierung einer Simulationsmethode Kern einer Arbeit sein. Bunte Bilder sind noch lange kein valides Simulationsergebnis. In der Regel kannst Du über Testdaten aus bekannten Modellen und analytischen Abschätzungen Daten erlangen, die vorgeben, in welche Richtung es gehen kann. Gerade Arbeiten in diesem Schwerpunkt machen Dich zu einem Experten für das entsprechende Programm, sodass Du dabei eine Menge für die Zukunft lernst.

Arbeit im Labor klingt vielleicht ersteinmal cool, bis Du das Gesetz der realen Messung kennenlernst: Wer viel misst, misst Mist! Und so können Messdatenauswertung von vielen Messungen und das Erstellen entsprechender Filter für Dich auch eine Menge Arbeit bedeuten. Andrerseits arbeitest Du im Labor, was auch sehr schön sein kann.

Im Rahmen einer Arbeit können auch neue Programme und Algorithmen entwickelt werden, deren praktische Umsetzung dann wenig mit Labor zu tun haben muss. Wenn Du also gerne programmierst, ist diese Form der Arbeit eine gute Wahl. Schreibst Du Deine Bachelorarbeit im Unternehmen läuft es häufig auf digitale Toolentwicklung hinaus.

In der Regel erarbeitet Deine Betreuung am Lehrstuhl (auch wenn Du für ein Unternehmen schreibst, hast Du ja an der Uni einen Ansprechpartner) die Aufgabenstellung der Bachelorarbeit. Nachdem ihr darüber gesprochen habt, wird diese vom Lehrstuhl vorbereitet.

Sobald Ihr die Aufgabenstellung fix habt, kannst Du in Absprache mit der Betreuung (am besten in cc) die Bachlorarbeit in einer einfachen E-Mail an die zuständige Person im Prüfungsamt Team 4 schicken. Darin sollten folgende Dinge stehen:

  • Name
  • Matrikelnummer
  • Thema der Arbeit
  • Betreuuende Professur (& ggf. Unternehmen)
  • Starttermin

Die Ansprechperson wird Dir einen Laufzettel zuschicken, den Du dann mit Deiner Betreuung ausfüllst und welcher entweder vom Lehrstuhl oder von Dir eingereicht wird.

  1. Deine Betreuungsperson gibt Dir meist direkt einen Haufen Paper zum lesen. Das ist gut, aber starte mit Grundlagenliteratur und arbeite Dich Stück für Stück durch, dann kannst Du es besser verstehen als wenn Du Dich direkt in die neusten Forschungsergebnisse stürzt. Verwende auch mehr als ein Grundlagenbuch, da Du vielleicht Abschnitte liest, die ähnlich sind, aber oft verschiedene Aspekte beleuchten oder noch einmal andere Skizzen beinhalten.
  2. Als Ingenieur nutzen wir in der Regel keine direkten Zitate, sondern schreiben einen eigenen Text und belgen am Ende des Abschnitts (kann länger als ein Absatz sein), aus welcher Quelle das stammt. Du solltest i.d.R. eigene Skizzen anfertigen und diese nicht einfach aus dem Dokument kopieren.
  3. Bei Abbildungen immer beschreiben, was dort zu sehen ist. Führe das Auge des Lesers.
  4. Wenn Du Abweichungen etc. beschreibst, ist es immer interessant, wie diese absolut und relativ aussehen.
  5. Für relative Angaben, sollte immer eine Formel verwendet werden, die zeigt, wie Du auf die Werte kommst.
  6. Trenne Messergebnisse und deren Interpretation klar voneinander.
  7. Mache einen Zeitplan und kalkuliere genug Puffer ein: Man braucht immer länger, als man vorher denkt.
  8. Überschriften stehen nicht allein: Führe den Leser in die jeweiligen Abschnitte ein.
  9. Breite und Tiefe ergibt Fläche und Fläche ist die Note (F. Jenau): Wähle also gut, wie weit Du in welche Richtung gehst.

Einige Bachelorarbeiten werden hinterher noch um zwei bis vier Wochen verlängert. Dies geschieht in Rücksprache mit Deinem Betreuer oder Deiner Betreuerin, die das Thema ansprechen werden, wenn Aufgrund von Krankheit, Chipmangels oder anderen besonderen Umständen ein Ende in der regulären Zeit nicht abzusehen ist. Auch Du kannst das Thema gegenüber der Betreuung ansprechen, wenn Du das Gefühl hast, dass es ein sinnvoller Schritt ist.

Über die Verlänergung (und damit die Bewilligung des Antrags) entscheidet im Normalfall der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.

Wenn Du die ersten Wochen vom Master verpasst, ist das nicht so tragisch. Allerdings solltest Du die Einführungsvorlesungen der jeweiligen Module nicht verpassen, um Dich bei allen Übungsgruppen anzumelden und zu erfahren, welche Klausurzulassungsvoraussetzungen es gibt. Die Prüfungsvoraussetzungen musst Du entsprechend trotzdem wie jeder andere Studi erbringen. Mehr dazu haben wir in einer eigenen FAQ-Seite zum Übergang in den Master aufgeführt. Falls es zeitlich nicht passt, kannst Du den Master auch im Sommersemester starten. Möchtest Du trotzdem vorher schon Masterprüfungen absolvieren, kannst Du die Fächer als Zusatzleistungen ins Bachelorzeugnis eintragen lassen, welche nicht mit in die Bachelornote einfließen und dann im Master angerechnet werden (Modulhandbuch Bachelor 07/21 S.58 ff.) (§ 27 Bachelor PO 09/20).

Für Abgabe gilt: Halte die Abgabefrist ein! Plane entsprechend Vorlauf, da immer mal ein Upload nicht funktionieren kann!

Die letzte Prüfungsleitsung im Bachelor kann der Vortrag zur Bachelorarbeit sein, welcher in der Elektrotechnik nicht benotet wird. Es ist möglich, aber nicht immer so, dass Du zum Zeitpunkt der Abgabe auch Deine Bachelorarbeitsnote bekommst.

Die Note wird gemittelt aus Erst- und Zweitprüfer. Liegt dazwischen ein zu großer Abstand bestimmt ein unabhängiger Drittgutachter die Note. Sobald die Note feststeht, wird sie ins BOSS-System eingetragen und Du kannst Dich umschreiben.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.